THE WORLD IS JUST (DIE WELT IST GERECHT) 2016/17

 Wahre Feststellung, Provokation, Ironie?

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Fragestellungen und Anregungen

Welche Welt? Die meiner Wahrnehmung oder die tatsächliche? (Kann man sie unterscheiden und gegebenenfalls wie?)

Wird das Geschehen der Welt (das Leben, die Natur) von Beliebigkeiten und Zufällen oder von Gesetzmäßigkeiten und Kausalitäten (Ursache und Wirkung) oder von allen bestimmt. Können Zufall und Kausalität koexistieren?

Ist die Natur neutral und der Mensch ist es nicht?

Wie ausschnitthaft ist unser Blick auf Ereignisse? Wie weit überblicken wir Zusammenhänge? (Hat sich nicht so manch vermeintlich unglückliche Umstand schließlich als Glücksfall herausgestellt — und umgekehrt? Wann lässt sich eine Endbewertung machen?)

Bedingen gleiche äußere Umstände in allen Menschen das gleiche Gerechtigkeitsgefühl?

Wenn die Welt gerecht ist, sind wir es dann auch? (Gibt es mehrere Bewertungsebenen, eine absolute und eine individuelle?)

Wenn die Welt ungerecht ist, wie tragen wir dazu bei?

Hat was uns zustößt den Ausgangspunkt in unserem Denken und Handel? („Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“, Karma, „Auge um Auge, Zahn um Zahn“)

Welche Möglichkeiten haben wir, einen absoluten und wahren Blick auf die Welt zu bekommen. Einen der nicht von unseren Verhaftungen, Wünschen, Zu- und Abneigungen verzerrt wird. Und wie gelangen wir zu einem neutralen und gerechten Handeln?

Sind wir die Handelnden? Gibt es den freien Willen?

Was, wer, wie, wo könnte Gott sein, auf dessen Gerechtigkeit viele vertrauen? („Es fällt kein Sperrling vom Himmel, ohne dass Gott es weiß.“ [Matthäus 10,29])

Wer ist Ich? („Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter?“ [Johannes 10,34])

Auszug aus den Diskussionsbeiträgen im Zusammenhang mit dem fächerübergreifenden Projekt „Gerechtigkeit“ der Klasse 4A des Kunstgymnasiums Bruneck. Schuljahr 2016/17